
Mag. Stefan Bruckbauer,
Stellvertretender Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der BA-CA
Mag. Stefan Bruckbauer: Vor allem von den Exporten und den Investitionen in Maschinen und Anlagen, die nicht zuletzt durch die starken Exporte der letzten Jahre angeregt wurden. Aber auch die Bauwirtschaft lief sehr gut.
Leider nein. Das internationale Umfeld kühlt sich ab, die Exporte Österreichs damit auch, aber wir sollten nun endlich positive Zeichen vom Privatkonsum sehen. Die Beschäftigung läuft seit einiger Zeit äußerst gut. Nicht nur Teilzeit.
Fünf Jahre sind für eine seriöse Konjunkturprognose zu lange, aber was man sagen kann ist, dass mit so gutem Wachstum wie 2006 und 2007 nicht gerechnet werden kann, es wird eher zwischen zwei und drei Prozent liegen. Der Privatkonsum und damit auch der Einzelhandel und viele Teile des Gewerbes müssen jedoch mit keiner so starken Wachstumsabschwächung rechnen.
Die Unsicherheit am Finanzmarkt hat die kurzfristigen Zinsen stark erhöht. Mit starken Zinserhöhungen rechnet der Finanzmarkt derzeit nicht. Der US-Dollar, der derzeit den niedrigsten Wert gegenüber dem Euro (Schilling) seit dem zweiten Weltkrieg hat, steht weiterhin unter Druck, da das Konjunkturrisiko für die USA höher eingeschätzt wird als für den Euroraum.
Ich sollte wissen, welche Zinsen, Kurse, etc. ich „aushalten“ kann. Alles darüber und darunter sollte ich absichern, auch wenn man meint, das kann nicht passieren.