Profi-Tipps von Szabo & Partner Steuerberatung

1. Quartal 2010

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Dr. Kai Romhardt

Dr. Kai Romhardt,
Netzwerk Achtsame Wirtschaft
www.achtsame-wirtschaft.de

Achtsame Arbeit

impuls: Wir verbringen einen Großteil unserer bewussten Lebenszeit mit Arbeit. Da erwarten wir, dass Arbeit nicht nur Geld für ein angenehmes Leben generiert sondern uns Glück, Sicherheit, Anerkennung und Sinn schenkt. Gibt es solche Traumjobs?

Romhardt: Viele Erwartungen an die Arbeit sind unreal­istisch. Unsere Arbeit kann uns nicht glücklich machen, wir müssen schon an unseren Fähigkeiten zum Glücklichsein arbeiten. Dazu müssen wir unsere Arbeit besser verstehen.

Wie gelangt man zu einem tieferen Verständnis?

Am besten betrachtet man die Arbeit aus vier Blickwinkeln:

  1. Wie ist meine Einstellung? Starte ich mit einem Lächeln oder zusammengebissenen Zähnen in den Tag? Zwei Personen können die gleiche Tätigkeit ausführen und sie dennoch völlig unterschiedlich erleben. Was wir ausstrahlen wird von unseren Kunden, Mitarbeitern, Vorgesetzten gespiegelt werden.
  2. Welche Auswirkung hat diese Tätigkeit auf mich, mein Umfeld und die Welt? Auf diese Weise gewinnen wir Klarheit, um uns von familiären oder gesellschaftlichen Maßstäben zu lösen.
  3. Passt das Maß unserer Arbeit? Gehen wir weit über unsere Grenzen oder sind wir unterfordert?
  4. Was bedeutet Arbeit für mich? Was treibt mich an, was lähmt mich?

Wie arbeitet man an seiner Einstellung?

Jeder Arbeitstag hält eine Lektion bereit. Durch Selbst­beobachtung wird einem bewusst, wie wenig das Erleben von Arbeit mit der Arbeit selbst zu tun hat und wie sehr der Geist die Tätigkeit einfärbt. Wer tiefer in das Thema eintauchen möchte, dem empfehle ich ein Seminar über Arbeitsmeditation. Diese ist die effektivste Methode, um in Kontakt mit der eigenen geistigen Arbeitsqualität zu kommen.