Profi-Tipps von Ingrid Szabo und ihrem Team

2. Quartal 2007

  PDF-Version

Dkfm. Thomas Schäfer-Elmayer, Tanzschulleiter, Trainer in Business Etikette

Gutes Benehmen

impuls: Ist gutes Benehmen die Sehnsucht nach den alten Werten, die man in der Wirtschaft nicht findet?

Thomas Schäfer-Elmayer: Im Gegenteil: „Gutes Benehmen oder schlechte Geschäfte“ ist für jeden Verkäufer logisch. Daher ist gutes Benehmen gerade im Beruf besonders gefragt.

Ist gutes Benehmen erlernbar?

Ohne Wollen geht es nicht. Ich muss mich selbst dazu motivieren, ständig üben, mich für Menschen interessieren und Menschen mögen. Dann kann ich nach dem Grundsatz verfahren: Nichts ist so gut, dass es nicht noch verbessert werden kann.

Bestimmt der persönliche Umgang mit Mitarbeitern, Kollegen etc. den beruflichen Erfolg oder kommt man mit Ellenbogentechnik genauso gut voran?

Natürlich muss man sich durchsetzen – aber auch das funktioniert viel nachhaltiger mit Höflichkeit. Ist etwas mit der Brechstange durchgesetzt worden, kann die Lebensdauer dieser Maßnahme kurzfristig sein, weil viele nur auf die Gelegenheit warten, das Rad zurückzudrehen.

Gibt es absolute Business-No-Nos?

Vor allem Pünktlichkeit ist ein wichtiger Punkt: Unpünktlichkeit signalisiert Unzuverlässigkeit, Rücksichtslosigkeit, Respektlosigkeit etc. Außerdem ist das Äußere sehr wichtig. Ungepflegtes Äußeres, unpassende Kleidung, Tatoos, Piercings, merkwürdige Haartracht und -farbe, ellenlange Fingernägel, berauschende oder ekelhafte Düfte, dickes Make-up usw. schrecken ab.

Gehört brav seine Steuer zahlen zum guten Benehmen?

Schon Jesus sagte: „Gib dem Kaiser, was des Kaisers ist.“

www.etikette.at