
Die Trauminsel, auf der Geld vom Himmel flattert – ist dieser Traum bald ausgeträumt?
Ob es noch legales Steuersparen ist, oder bereits Steuerhinterziehung, darüber wacht der Fiskus europaweit immer strenger – besonders nach den jüngsten Steuer-Vorfällen in Deutschland.
Wer von einer Steueroase träumt, schätzt die Verschwiegenheit und Diskretion jener Länder, in denen es keinen steuerlichen Informationsaustausch und ein strenges Bankgeheimnis gibt.
Nullsteuerländer wie Andorra, die Caymans und die Bermudas leben von Zöllen und Gebühren. Länder wie Zypern, Monaco, Isle of Man oder Hongkong kennen das Welteinkommensprinzip nicht. Dies bedeutet, dass nur im Land erzielte Gewinne zu versteuern sind, die im Ausland erzielten Einkünfte bleiben steuerfrei.
So zahlt man für zypriotische Unternehmensgewinne 10%, Dividenden aus dem Ausland sind steuerfrei. Andere Staaten werben mit besonders niedrigen Steuersätzen, wie zB Liechtenstein, Malta, die Schweiz aber auch viele neue EU-Staaten wie Bulgarien, Rumänien und die Slowakei.
In den Augen unserer deutschen Nachbarn ist sogar Österreich eine Steueroase! Aufgrund unseres Bankgeheimnisses werden dem deutschen Fiskus keine Informationen über Bankkonten in Österreich gegeben. Die Banken behalten eine 15%ige Sicherungssteuer (20% ab Juli 2008) von den Zinsen ein und überweisen diese Steuer pauschal an Deutschland. Zu wenig aus deutscher Sicht.
Der deutsche Komiker Harald Schmidt aber fand sein Leben als Steuerflüchtling in Belgien zu langweilig und kam trotz höherer Steuern nach Deutschland zurück – so kanns auch gehen.