Profi-Tipps von Ingrid Szabo und ihrem Team

3. Quartal 2007

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Christine Bauer-Jelinek,
Wirtschaftscoach und Psychotherapeutin,
Leiterin des Instituts für Macht-Kompetenz

Spielregeln der Macht

impuls: Sie sagen, in unserer Welt regieren Geld-Menschen, Gutmenschen hätten es nicht immer leicht, ihren Werten treu und erfolgreich zu sein. Welche Spielregeln der Macht sind hier wirksam?

Christine Bauer-Jelinek: Globalisierung und Neoliberalismus bestimmen unsere Wertewelt. Wer erfolgreich sein will, muss die Mechanismen der Macht kennen. Durchsetzungsfähigkeit und strategisches Denken gehören jetzt zur Grundausstattung der Kommunikation. Wer sich durchsetzen will, muss sich für Machtinstrumente entscheiden: zB Selbstdarstellung statt Bescheidenheit. Das steht den Idealen der Gutmenschen diametral entgegen. Sie sind aber nicht gezwungen, nach den neoliberalen Regeln zu leben. Das Spektrum reicht von Anpassung über teilweise Integration oder Verweigerung bis zum totalen Widerstand oder dem Besetzen von Nischen.

Wo machen sich die neuen Spielregeln der Macht besonders bemerkbar?

Die Spielregeln der Macht sind nicht neu. Doch zurzeit verschieben sich die gesellschaftlichen Werte und das macht es für viele Menschen sehr schwer, sich durchzusetzen. Besonders in internationalen Konzernen, in investorgetriebenen Unternehmen – überall dort, wo Gewinnmaximierung und globalisierte Hierarchien den Ton angeben, wird man leicht ausgetrickst.

Wo finden Gutmenschen Nischen?

In kleinen Unternehmen von Gewerbetreibenden oder Freiberuflern können menschliche Werte und wirtschaftliche Notwendigkeiten noch gleichzeitig verfolgt werden. Da sind die Ideale der Gutmenschen kein Hindernis, sondern geradezu eine Voraussetzung für den Erfolg.

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