Profi-Tipps von Szabo & Partner Steuerberatung

3. Quartal 2010

steuer impuls pdf-download   PDF-Version

Christine Meszar

Christine Meszar,
Expertin für Mahnwesen & Kundenbindung

Was ist ein guter Kunde?

impuls: Wann beginnt ein aktives und vorausschauendes Liquiditäts- und Forderungsmanagement?

Christine Meszar: Dieses beginnt nicht erst beim Mahnen sondern bei der Auswahl des Kunden in Form von zB Bonitätsprüfungen, beim Geschäftsabschluss bzw. beim Auftrag durch Auswahl der richtigen Zahlungskonditionen und -methode,- bei der Prüfung von Forderungs­ab­sicherungen zur Risikominimierung sowie beim zeitnahen Fakturieren und unterfertigten Abnahme­protokollen. Für schnellere Kundenzahlungen und zur Vermeidung von Anwalts- bzw. Inkassofällen oder sogar Forde­rungs­ver­lusten ist sodann ein strukturiertes und nachhaltiges Mahnwesen mit „Fingerspitzengefühl“ für Kundenbindung in Zeiten wie diesen lebensnotwendig.

Was macht das Mahnen so schwierig?
Hier gibt es mehrere Ansatzpunkte. Im Vordergrund stehen mit Sicherheit die mentale Hemmschwelle und ein Ver­drängungsmodus. Mahnen ist eine unangenehme An­ge­legenheit, die gerne beiseite geschoben wird. Unter dem Motto „Der Kunde wird schon zahlen, wir kennen unsere Kunden…“, wobei dies in der Praxis leider nicht der Fall ist. Ein weiterer Hauptgrund ist der Rollenkonflikt, den vor allem die UnternehmerInnen in Klein- und Mittel­be­trieben spüren, in dem sie einerseits vom Kunden Aufträge haben wollen, andererseits ihr Geld einfordern müssen.

Was raten Sie insbesondere Freiberuflern und kleinen Unternehmen?
Meine Empfehlung ist rasches Handeln. Denn mit jedem Tag des Zuwartens wird die Einbringlichkeit einer Forde­rung schwieriger. Einwendungen und Reklamationen sind vorprogrammiert und es leidet in der Folge nicht nur die gute Kundenbeziehung, sondern es wird auch immer die eigene Liquidität belastet!

www.cm-forderungsmanagement.at