
Christine Meszar,
Expertin für Mahnwesen & Kundenbindung
Christine Meszar: Dieses beginnt nicht erst beim Mahnen sondern bei der Auswahl des Kunden in Form von zB Bonitätsprüfungen, beim Geschäftsabschluss bzw. beim Auftrag durch Auswahl der richtigen Zahlungskonditionen und -methode,- bei der Prüfung von Forderungsabsicherungen zur Risikominimierung sowie beim zeitnahen Fakturieren und unterfertigten Abnahmeprotokollen. Für schnellere Kundenzahlungen und zur Vermeidung von Anwalts- bzw. Inkassofällen oder sogar Forderungsverlusten ist sodann ein strukturiertes und nachhaltiges Mahnwesen mit „Fingerspitzengefühl“ für Kundenbindung in Zeiten wie diesen lebensnotwendig.
Was macht das Mahnen so schwierig?
Hier gibt es mehrere Ansatzpunkte. Im Vordergrund stehen mit Sicherheit die mentale Hemmschwelle und ein Verdrängungsmodus. Mahnen ist eine unangenehme Angelegenheit, die gerne beiseite geschoben wird. Unter dem Motto „Der Kunde wird schon zahlen, wir kennen unsere Kunden…“, wobei dies in der Praxis leider nicht der Fall ist. Ein weiterer Hauptgrund ist der Rollenkonflikt, den vor allem die UnternehmerInnen in Klein- und Mittelbetrieben spüren, in dem sie einerseits vom Kunden Aufträge haben wollen, andererseits ihr Geld einfordern müssen.
Was raten Sie insbesondere Freiberuflern und kleinen Unternehmen?
Meine Empfehlung ist rasches Handeln. Denn mit jedem Tag des Zuwartens wird die Einbringlichkeit einer Forderung schwieriger. Einwendungen und Reklamationen sind vorprogrammiert und es leidet in der Folge nicht nur die gute Kundenbeziehung, sondern es wird auch immer die eigene Liquidität belastet!
www.cm-forderungsmanagement.at