
Liebe LeserInnen!Ich hoffe, dass der Kern des Regierungsprogrammes Finanzen noch gültig ist, wenn Sie diese Ausgabe in Händen halten. Permanente Änderungen im Steuerrecht gehören ja zu unserem täglichen Brot.
Die Schwächen, die Ihr bekämpft, macht Ihr durch Euren Kampf stark! *
Der immerwährende Kampf gegen die Schwarzarbeit scheint mir so ein Fall zu sein. Das Interview zeigt einen interessanten Weg aus der Abfertigungsverpflichtung „alt". Die Sozialversicherung ist ebenfalls ein Dauerbrenner. Die Übersicht „Geld- oder Sachleister" in der Krankenversicherung soll für Sie eine Entscheidungshilfe sein.Viel Spaß beim Lesen!
Ingrid Szabo
Steuerreform auf Kosten des Nulldefizites
Factoring: Alternative zum Bankkredit
Die korrekte Umsatzsteuerrechnung
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Steuerreform durch kräftige Einschnitte |
Einsparungen von drei Mrd. € und „geplante“ Defizite sollen eine Steuerreform in zwei Etappen finanzieren.
Das Geld kommt aus:
Bis zum Sommer soll die erste Etappe der Steuerreform beschlossen sein:
In der zweiten Etappe ab 2005 soll die Körperschaftsteuer gesenkt werden.
Sozialversicherung
Welche Beiträge zu zahlen sind und welche Wahlmöglichkeiten die Versicherten haben.
| Sozialversicherung |
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Sach- und Geldleister haben unterschiedliche Ansprüche in Krankenhäusern |
In welche Sozialversicherung gehöre ich? Ermitteln Sie im Zick-Zack-Kurs der Sozialversicherung ob Sie nach ASVG (Gebietskrankenkasse) oder nach GSVG (Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft) versichert sind.
Achtung Freiberufler: Für Sie gelten grundsätzlich die Bestimmungen der Gewerbetreibenden. Für viele Berufsgruppen gelten jedoch Sonderbestimmungen (Opting-Out-Lösungen). Wir beraten Sie gerne.
Wer Beiträge an die GSVG zu zahlen hat, findet die monatlichen und jährlichen Beiträge für Jungunternehmer und für Höchstverdiener bereits ausgerechnet auf dieser Seite. Wichtig: In der GSVG gibt es neue Optionsmöglichkeiten.
Das kostet die GSVG für Jungunternehmer:
Basis: Mindestbeitragsgrundlagen 2003, Nachbemessungen bei höherem
Gewinn. Das kostet die GSVG für Höchstverdiener:
Basis: Höchstbeitragsgrundlage 2003 TIPP: www.sozialversicherung.at |
Optionen in der GSVG |
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Je nachdem wie viel Sie im Jahr 2000 verdient haben, haben Sie unterschiedliche Ansprüche auf Leistungen der GSVG. Seit 1. Jänner 2003 können Sie zwischen verschiedenen Leistungspaketen wählen. Wer sich bis Ende März entscheidet, für den gilt die gewählte Option rückwirkend ab Jahresanfang.

*) Basis ist das Einkommen 2000 + Beiträge zur GSVG
eine nachträgliche Änderung der Beiträge aufgrund der tatsächlichen
Einkommenssituation ändert nichts an der Einstufung zw. Geld- und Sachleistungsberechtigung.
Sehen Sie sich die Vorschreibung für das 1. Quartal 2003 an. Ein Blick
auf die Zusatzseite mit den Berechnungsgrundlagen verrät Ihnen, wie Sie
eingestuft sind: Unter KV-Beitrag sehen Sie Ihre Basis. Bis € 3.919,99
sind Sie sachleistungsberechtigt, bei € 3.920 (Höchstbeitragsgrundlage)
sind Sie geldleistungsberechtigt.
Nachforderungen
Wer an Dienstnehmer irrtümlich zuwenig ausbezahlt hat, muss nachzahlen
| Prüfung |
Seit Anfang 2003 kommt unter dem Titel „Vereinfachung für die Dienstgeber“ nur mehr ein Prüfer, der alle Lohnabgaben prüft. Doch dieser angebliche Vorteil entpuppt sich schnell als böse Verteuerung, denn Nachzahlungen wirken dreifach (!).
Eine Nachforderung durch den „Lohnsteuerprüfer“ bewirkt eine Nachforderung bei Finanzamt, Krankenkasse und Gemeinde. Unterschiede gibt's nur mehr beim Anspruchsprinzip, also wenn ein Dienstgeber seinem Dienstnehmer irrtümlich zu wenig ausbezahlt hat – da bleibt es bei der Nachzahlung an die Krankenkasse.
Dass der Kreativität der Krankenkassenprüfer noch lange kein Ende gesetzt ist, ergibt sich in letzter Zeit aus zwei Prüfungsschwerpunkten:
Die Prüfer verlangen die Vorlage der verpflichtend zu führenden Urlaubs- und Zeitausgleichsaufzeichnungen. Wird das Dienstverhältnis beendet, können durchaus noch Urlaubsansprüche offen sein. Für diese Ansprüche besteht SV-Pflicht, die über das Ende der Dienstzeit hinauswirkt. Wenn jedoch beim Austritt kein Urlaubsanspruch mehr offen ist, muss dies in der Urlaubskartei dokumentiert sein.
Weitere Nachforderungen ergeben sich durch Überstunden, die nur in Form von Zeitausgleich im Ausmaß von 1 : 1 abgegolten wurden. Nachdem aber Überstunden im Ausmaß von mindestens 1 : 1,5 abzugelten sind, also auch beim Zeitausgleich, verrechnen die findigen Prüfer (gesetzeskonform) die SV-Beiträge nach.
Zusätzlich zu diesen Aufzeichnungen dienen den Prüfern auch die Jahresabschlüsse als Gegenprobe, wenn die Urlaubs- und Zeitausgleichguthaben als Rückstellungen ausgewiesen wurden.
Factoring
Forderungen schnell in Liquidität umwandeln
| Finanzierungsform |
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Factoring bietet vor allem auch für Jungunternehmer Vorteile |
Sie scheuen Bankkredite und haben trotzdem immer wieder betriebliche Liquiditätsprobleme? Dann bietet sich Factoring als attraktive alternative Finanzierungsform an.
Derzeit dauert es rund 42 Tage bis Kunden eine Rechnung begleichen, und die
Zahlungsmoral wird laufend schlechter!
Doch nicht nur säumige Kunden, sondern auch Basel II werden dazu führen,
dass Factoring in den kommenden Jahren interessant werden wird.
Der Vorteil des Factorings besteht darin, offene Rechnungen schnell in Liquidität zu verwandeln, ohne abwarten zu müssen bis der Kunde zahlt. Das Unternehmen verkauft die offenen Forderungen aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen an ein Factor-Institut. Sobald dieses die Kopien der Ausgangsrechnungen erhalten hat, überweist es rund 80 Prozent des jeweiligen Außenstandes, egal ob der Kunde pünktlich zahlt oder nicht. Wenn dann der Kunde tatsächlich an das Factor-Institut zahlt, wird der Restbetrag abzüglich Zinsen und Factor-Entgelt überwiesen.
Im Gegensatz zum Bankkredit erhält das Unternehmen eine limitfreie Finanzierung und vergeudet weder Zinsen noch Sicherheiten. So kann man eigene Zahlungsverpflichtungen besser planen und gewährte Skonti voll nutzen.
Nebenleistungen des Factor-Instituts sind auch Inkasso- und Mahnwesen, die vollständige Übernahme des Ausfallsrisikos oder eine „Vorab“-Bonitätsprüfung eines Neukunden.
Interessant ist Factoring etwa für Jungunternehmer, Exporteure, Großhändler. Nicht geeignet ist es für Branchen, die einer Endabnahme (z.B. Baubranche) unterliegen. Weitere alternative Finanzierungsformen sind u.a. der Lieferantenkredit und Anzahlungen von Kunden.
Unsere polnische Reinigungsdame ist seit 1999 in Österreich. Muss sie einen Deutschkurs besuchen? Wenn ja – wer bezahlt ihn?
Nicht-EWR-Bürger, die sich ab 1. 1. 1998 in Österreich niedergelassen haben, müssen eine Integrationsvereinbarung über den Erwerb von Grundkenntnissen der deutschen Sprache abschließen. Entweder bei jedem ab Anfang 2003 gestellten Erstantrag auf Niederlassung oder bei jedem neuerlichen Antrag. Wird schon beim (ersten oder wiederholten) Niederlassungsantrag gutes Deutsch nachgewiesen, erübrigt sich die Vereinbarung.
Weitere Ausnahmen z.B.:
Die Integrationsvereinbarung muss binnen vier Jahren erfüllt werden, sonst drohen Verwaltungsstrafen oder im Extremfall sogar die Ausweisung. Nachgewiesen wird die Verpflichtung durch:
Die Kosten hat der Ausländer zu tragen. Der Staat schießt bis zur Hälfte zu, maximal jedoch € 22,– für einen Sprachtest und € 182,– für einen Deutschkurs. Nur im Falle von Schlüsselkräften, die unter keine Ausnahme fallen, muss der Arbeitgeber diesen Kostenanteil tragen.
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Ich bereite meine Vorträge zu Hause vor. Was kann ich davon absetzen ?
Nach Meinung der Finanz brauchen Vortragende typischerweise kein Arbeitszimmer. Ihre Tätigkeit ist meist außer Haus, das Erstellen der Redevorlagen im Arbeitszimmer ist unbedeutend. Lehrer, Richter, Politiker, Vertreter, Schauspieler, Musiker und Sänger haben es nicht besser. Schriftsteller, Maler und Komponisten hingegen schon. Das Höchstgericht sieht das nicht ganz so streng: Das Arbeitszimmer muss zwar unbedingt notwendig sein, wie lange sie dort arbeiten ist nicht so bedeutsam. Wer also gut argumentiert, dass es ohne Arbeitszimmer nicht geht und mehr Zeit dort als im Vortragssaal zugebracht werden muss, hat eventuell Chancen auf Erfolg beim Höchstgericht. Ansonsten können nur die typischen Arbeitsmittel, wie Computer, Kopier- und Faxgerät etc. abgesetzt werden. Bei der Umsatzsteuer sieht es übrigens besser aus: Die Vorsteuer aus der Miete, den Errichtungskosten und den Betriebskosten ist leichter zu bekommen, weil hier die berufliche Notwendigkeit und die beinahe ausschließliche berufliche Nutzung ausreicht.
Ich bin 45 Jahre und habe ein Angebot für eine Prämienpension erhalten. Wie funktioniert das?
Die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge („Prämienpension“) soll die „dritte Säule“ des Pensionssystems steuerlich attraktiv machen. Auf Einzahlungen bis max. € 1.851 pro Jahr erhalten Sie 9,5 Prozent Prämie (Stand 2003). Das sind heuer max. € 176 Prämie. Die Veranlagung erfolgt auf dem Kapitalmarkt (40 % heimische Aktien*, Rest Anleihen). Die gesetzliche Mindestbindung beträgt 10 Jahre. Einzahlen können Sie bis zum Alter von 62. Kapital, Förderung und Prämienpension bleiben steuerfrei, also keine Versicherungssteuer, Kapitalertrag- und Einkommensteuer.
Nach der Mindestbindung kann das Geld entweder reinvestiert oder ausbezahlt werden. Bei der Kapitalentnahme muss die Hälfte der Prämie und 25 % KESt* auf die Kapitalerträge bezahlt werden. Eine Pensionsauszahlung ist ab einem Alter von 40 Jahren möglich.
Achten Sie bei Angebotsvergleichen auf die angenommene Rendite, Einzahlungsjahre, Pensionsantrittsalter sowie auf Zusatzleistungen des Versicherungsinstituts.
| Das kommt an Pension heraus: Männlich: € 169,– pro Monat
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*geplante Gesetzesänderung
Umsatzsteuergesetz
Wenn Rechnungen nicht korrekt sind, kann der Vorsteuerabzug verwehrt werden
| Rechnungen |
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Das Umsatzsteuergesetz stellt als sehr formales Gesetz Anforderungen an den Inhalt von Rechnungen. Ab 2003 gelten sogar noch strengere Regeln. Wir haben für Sie ein Muster mit allen rechtlichen Erfordernissen zusammengestellt.
Achtung: Erhalten Sie eine umsatzsteuerlich nicht korrekte Rechnung von Ihrem Lieferanten, kann Ihnen der Vorsteuerabzug verwehrt werden. Und umgekehrt: Sind Ihre Rechnungen als Lieferant nicht vollständig, weil z.B. einzelne Rechnungsnummern fehlen und kann das Fehlen auch nicht erklärt werden, so kann die Finanz an der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung zweifeln und Schätzungen vornehmen.
Kleinbetragsrechnung:
Bis € 150,– Bruttoentgelt gibt es Erleichterungen. Da genügen:
Achten Sie auf:
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Das müssen Sie auf Ihre Rechnungen schreiben! 1 Name und Anschrift des Lieferanten 2 Name und Anschrift des Abnehmers 3 Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder Art bzw. Umfang der sonstigen Leistung 4 Tag der Lieferung oder sonstigen Leistung oder Leistungszeitraum 5 Nettoentgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung 6 Den auf das Entgelt entfallende Steuerbetrag |
Das müssen Sie ab 2003 zusätzlich auf Ihre Rechnungen schreiben! 7 NEU: Steuersatz oder Zusatz auf Steuerbefreiung 8 NEU: Ausstellungsdatum 9 NEU: Fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung einmalig vergeben wird 10 NEU: UID-Nummer des Rechnungsausstellers Das wäre sinnvoll auf der Rechnung mitanzuführen. 11 TIPP: Zahlungskondition und eventuell Lieferkonditionen 12 TIPP: Genaues Zahlungsdatum schließt Missverständnisse aus. 13 TIPP: IBAN und SWIFT-Code erleichtern Zahlungsverkehr |
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KURZMELDUNGEN
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Sim Sala Win! – von Oliver Alexander Kellner, |
Verzaubern ist das Schlagwort dieses Buches. Oliver Kellner führt Sie in die zauberhafte Welt der Magie ein und zeigt verblüffende Tricks, die Sie ohne großen Aufwand in Besprechungen, Vorträge usw. einbauen können und über die man unter Garantie noch lange spricht. Lassen Sie Ihrem Entertainergemüt freien Lauf. Und das nette an diesem Buch ist, dass dieser ganze Hokuspokus ihnen auf humorvolle Art viele Ideen für den Umgang mit Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und anderen Partnern liefert.
Obwohl sich die Finanzverwaltung seit Jahren gegen diese Ansicht wehrt, hat wieder einmal der Verwaltungsgerichtshof einem Steuerpflichtigen zu seinem Recht verholfen.
Bürgschaftsübernahmen können betrieblich veranlasst sein und führen dann zu Betriebsausgaben.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die eindeutige und unmittelbare Verknüpfung zwischen künftiger Einnahmenerzielung als Unternehmer und Garantenstellung nachgewiesen wird.

Nachdem die herkömmlichen Werbeträger (Zeitungen, TV etc) ausgereizt sind, bedarf es neuer Maßnahmen, das Interesse der Kunden auf die Unternehmen und deren Produkte zu lenken.
Unternehmen der unterschiedlichsten Art sind dazu übergegangen, große Feste, eben „Events“, zu veranstalten. Wenn Massenmedien über diese Veranstaltungen berichten, wird die Information weit in die Konsumentenschicht hineingetragen und entsprechende Werbewirkung erzielt.
Voraussetzung, dass diese Feste auch als Betriebsausgabe abzugsfähig sind (inkl. Vorsteuerabzug) ist der Nachweis, dass der Anlass der Veranstaltung nicht einmal den Anschein einer Verbindung zum Privatbereich des Unternehmers haben darf.
Ein Event zum runden Geburtstag des Unternehmens (nicht des Chefs!) oder wenn ein neues Produkt am Markt präsentiert wird, führt also zu einer steuerlichen Berücksichtigung.
Zwar ist es nach EU-Recht nicht in Ordnung, wenn Österreich das Leasing von PKWs im Ausland der 20%igen Umsatzsteuer unterwirft. Wohl aber darf ein Mitgliedsland aus konjunkturellen Gründen einen ansonsten steuerfreien Vorgang zeitlich begrenzt besteuern. Ob konjunkturelle Gründe vorgeschoben werden können, bleibt zwar die Frage, aber vermutlich wird bis Ende 2005 alles beim Alten bleiben. Bis dahin hofft man, dass das EU-Recht es jedem Mitgliedsland erlaubt, das grenzüberschreitende PKW-Leasing im eigenen Land zu besteuern. Nichts scheint es also geworden zu sein aus der Hoffnung vieler Unternehmer, durch Leasen von PKWs im Ausland der Mehrwertsteuer zu entkommen.
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https://finanzonline.bmf.gv.at Minister Grasser setzt auf e-Government. So können seit heuer Unternehmen
ihre UVA (Umsatzsteuervoranmeldung) und Bürger ihre Arbeitnehmerveranlagung
übers Internet übermitteln. Dieses Service ist für Unternehmer
interessant, weil seit 1.1. wieder die Pflicht zur Abgabe der UVA besteht.
Die Anmeldung zu Finanz Online erfolgt persönlich beim Finanzamt
(mit Beglaubigung!). Info unter:
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GmbH
Ist der Geschäftsführer nun Unternehmer oder Privater?
| Fiskurios |
In jedem Fall das Schlechtere
Mehrmals entschied der Verwaltungsgerichtshof (VwGH), dass ein Gesellschafter-Geschäftsführer (GesGF) einer GmbH kein unternehmerisches Risiko trägt und wie ein Dienstnehmer behandelt werden darf. Die Verwaltung freut sich und kassiert daher Lohnnebenkosten auf die Geschäftsführerentgelte.
„Dann muss für mich das Konsumentenschutzgesetz gelten“,
dachte ein Allein-GesGF als ihn die Bank als (Mit-)Kreditnehmer infolge von
Zahlungsschwierigkeiten seiner GmbH in die Haftung nahm. Mitnichten, denn der
Oberste Gerichtshof (OGH) sah sehr wohl ein unternehmerisches Risiko.
Privater oder Unternehmer? In jedem Fall das Schlechtere.
OGH 11.2.2002, 7 Ob 315/01a
Abfertigung
Zahlung kann bei Auflösung der Firma erlassen werden
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GELDTIPP |
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Dr. Erich Hirt Rechtsanwalt und Hofrat der Finanzprokuratur i.R. |
So gehen Unternehmer ohne Konkurs in Pension.
Steuerimpuls: Herr Dr. Hirt, kann einem Unternehmer der Weg zum Konkursrichter erspart bleiben, obwohl dieser die Abfertigungen nicht bezahlen kann?
Hirt: Ja, denn das Angestelltengesetz ermöglicht, dass bei Auflösung des Unternehmens die Abfertigung ganz oder teilweise erlassen werden kann, wenn sich die persönliche Wirtschaftlage so sehr verschlechtert hat, dass eine Zahlung billigerweise nicht zugemutet werden kann.
Fallen die Dienstnehmer dann um ihre Abfertigung um?
Hirt: Nein, hier springt der Insolvenz-Ausfallgeld-Fonds ein.
Was ist zu tun?
Hirt: Zuerst müssen die Dienstnehmer informiert werden. Diese wenden sich an die Arbeiterkammer und gemeinsam klagen sie den Dienstgeber auf Abfertigung. Da dieser nicht bezahlen kann – das muss mittels eines Status oder Bilanz nachgewiesen werden – und die Bestimmung des Angestelltengesetzes greift, verlieren die Dienstnehmer die Klage. Mit dem Urteil in der Hand gehen sie dann zum Insolvenz-Ausfallgeld-Fonds und erhalten dort ihre Abfertigung. Der Fonds deckt auch alle Kosten für den Dienstnehmer und Dienstgeber.
Was ist der Vorteil dieses Verfahrens?
Hirt: Erstens kommt es zu keinem unangenehmen öffentlichen Konkursverfahren und zweitens hat der Fonds keinen Rückgriffanspruch. Das bedeutet die Pension wird nicht angegriffen. Leider wird derzeit noch zu wenig von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.
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