Unternehmen brauchen für Wertpapiergeschäfte ab 2018 eine Legal Entity Identifier (LEI)-Nummer. Betroffene sollten sich bald darum kümmern.

Beim LEI handelt es sich um eine 20stellige Kennnummer, die weltweit eine eindeutige Identifizierung von Teilnehmern am Finanzmarkt ermöglicht. LEI-fähig sind alle Unternehmen im Firmenbuch – damit auch eingetragene Einzelunternehmen -, Vereine und öffentliche Verbände wie Gemeinden. Nicht LEI-fähig sind Privatpersonen oder Einzelunternehmen ohne Firmenbucheintragung.

Die Banken müssen Wertpapiergeschäfte von LEI-fähigen Unternehmen und Institutionen ab 2018 mit LEI-Nummer an die Finanzmarktaufsicht (FMA) melden. Bei außerbörslichen Finanzderivaten muss bereits jetzt gemeldet werden. Die Banken beginnen derzeit, betroffene Unternehmen zu informieren.

Anmeldung und Kosten
Die Anmeldung erfolgt über das WM-LEIPortal (www.wm-leiportal.org). Diese Organisation ist der Partner der Österreichischen Kontrollbank (OeKB) und ist auch zuständig für Österreich. Der Erstantrag kostet 100 Euro netto, jährlich kommen noch 80 Euro hinzu. Ab dem Antrag muss man rund fünf Werktage bis zur Vergabe des LEI rechnen.

Tipp: Wenn Sie noch Wertpapiere z.B. aus einer Abfertigungsrückstellung haben, können Sie diese noch in 2017 verkaufen und brauchen ab 2018 keine LEI-Nummer. Das macht dann Sinn, wenn Sie nicht planen, Wertpapiere im Unternehmen zu halten.